Heute haben wir leider keine Tagebuch von Jan und Master Creating, denn (wie fleissige Forumsbesucher wissen), die Entwickler haben Tagebuchverbot. Der Grund? Sie müssen das Spiel fertig machen!
Daher also melde ich mich heute bei euch. Mein Name ist Jan (ist einfach zu merken) Wagner und ich bin der Producer von Legend – Hand of God. Als solcher bin ich gegenüber dtp, unserem Publisher, für die Produktqualität zuständig und versuche, das magische Dreieck von Zeit, Geld und Qualität im Auge zu behalten. Im Moment befinden wir uns in den letzten Zügen der Entwicklung, besser bekannt als „crunch time“. Hier wird den Entwicklern noch mal alles abgefordert, letzte Änderungen werden gemacht, Fehler behoben und neue Fehler eingebaut, die wieder behoben werden müssen. Begleitet wird die Aktivität von der QA, also den Testern, die in diesem Fall sowohl beim Entwickler, als auch extern und beim Publisher sitzen.
Die produzieren fleißig Bugs und versuchen alle, das Spiel möglichst so zu spielen, dass auch noch die seltsamsten Sachen ausprobiert werden. Sicher kann man nie sein, aber wir versuchen natürlich unser Bestes, ein möglichst bugfreies Spiel zu machen.
Obwohl über ein Dutzend Leute testen, finden sie nicht mal mehr einen Fehler die Stunde, das ist ein sehr gutes Zeichen. Zugleich arbeitet Martin „der Hexer“ Jässing die Fehler in Lichtgeschwindigkeit weg, manchmal macht er am Tag 50 Fehler weg, das ist soviel wie sonst ein ganzes Team von Programmierern. Trotzdem muss natürlich danach wieder alles getestet werden, daher dauert es lange bevor man genau weiß, ob ein Fehler behoben wurde.
Und jedes Mal muss ein neuer Build gemacht werden, also eine neue Version des Spiels. So kommt es, dass das Team nunmehr seit vor der Games Convention (, wo sie die Presse rauf und runter bedient haben,) non-stop Nachtschichten schieben und bis vier Uhr morgens zugange sind. Crunch Time macht Entwickler auf Dauer ganz schön mürbe – und dann schleichen sich wieder Fehler ein, aus Müdigkeit etc. Daher muss man natürlich versuchen, den Entwicklern alles vom Hals zu halten, was nicht unmittelbar dem Spiel hilft. Und deswegen gab es eben heute ein Tagebuch von mir.  |